Die Art und Weise, wie zur Wirklichkeit in Beziehung gegangen wird, beschleunigt sich nicht.

Natürlich hat sich in den letzten Jahrhunderten quantitativ die Entwicklung beschleunigt.
Die Infovernetzung hat sich exponentiell erhöht. Immer kürzer werden Produktionszyklen.

Was sich nicht beschleunigen konnte, war das Tempo, in dem sich das menschliche In-Beziehung-sein zu seiner Welt vollzieht. Diese Dynamik gründet in Kreativzeitkonstanten, die aus der evolutiven Natur des Menschen hervorgehen. Das System generativer Zyklen ist seit Beginn der Menschheit gleich geblieben. Kairologisch geht es allerdings nicht um diese biologischen Rhythmen selbst. Diese sind elastisch. Im Einzelfall sind daher extreme Abweichungen möglich, angestoßen durch die Umwelt oder besondere Eingriffe.

Die Relevanz dieser Zyklen für die menschliche Geschichte liegt im System zeitlicher Proportionen. Als solche korrespondieren sie mit entsprechenden geistigen Mustern und bilden so Kreativfelder. Für diese gelten die kairologischen Zeitkonstanten. So kommt der Mensch z.B. alle 9x9 Mondmonate in ein neues Kreativfeld, das wir Kairos-Lebensphase nennen. Wer „zu früh" oder „zu spät" dran ist, entspricht kairologisch nicht dem Flow dieser Felder. Genauso kann jemand durchaus „seiner Zeit" voraus sein, nicht aber seiner Kairos-Generation. Deshalb auch kann die Kairologie auch über Jahrhunderte hinweg das genaue historische Potenzial einer historischen Persönlichkeit definieren.

 

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