• Diversity

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    Von Diversity ist heute viel die Rede. Doch „Vielfalt" kann sehr unterschiedlich gedeutet werden. Ist sie die Folge einer inneren geistigen Einheit? Ist sie die Frucht persönlicher Beziehungen und guter Gemeinschaften? Ist sie das Ergebnis eines Systems, das alle trägt und führt?

  • DOKTORTITEL ODER MINISTERAMT? ZU GUTTENBERG UND SEIN KAIROS

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    Die Nation diskutiert über zu Guttenberg und seine Doktorarbeit. Das Thema ist so heiß wie gegenwärtig Libyens Sand. Da es die Menschen bewegt, offenbaren die öffentlichen Diskussionsrunden gut die Grundeinstellungen der Beteiligten. Wie aber stellt sich der Fall kairologisch dar? Hier spielen geschichtliche Zeitfenster und die damit verbundenen Deutungsmuster eine entscheidende Rolle.

  • Ein neuer Descartes

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    Wer sich schon mit Descartes befasst hat, darf sich freuen. Uns erwartet ein neuer Descartes. Er ist bereits geboren, um 1990.

    Seine Grundlinien lassen sich schon skizzieren:

  • Eine Homepage, die ist lustig, ... Anmerkungen zur kairologischen Distanz

    Allongeperücke 17./18.Jh.

    Was für das 17. Jahrhundert die kunstvoll arrangierte Kleidung, das gepuderte (und damit schon sichtbar über-natürliche) Gesicht und die zum Teil mehrstöckige Perücke war, das ist für uns die Präsenz im Internet. Der äußeren Form nach käme niemand mehr auf die Idee, sich mit dem Barock zu vergleichen. Und doch sticht die Analogie sofort ins Auge, wenn man auf den tieferen Vorgang schaut. UNSERE höfische Gesellschaft präsentiert sich einander in den öffentlich zugänglichen „Höfen" des Internets. Man schaut einander an auf den Promenaden der verschiedenen Gruppen, zu denen man gehört. Man kommuniziert in der seltsam distanzierten Etikette des Internets. Die Schneider, Parfümierer, Friseure heißen heute IT-ler. Sie sind hochangesehene Handwerker und sehr damit beschäftigt, uns vor dieser Öffentlichkeit nach strengen technischen Vorgaben zu präsentieren.

    Den Älteren fällt es vielleicht noch schwer, sich in dieses Korsett der website zu pressen, aber für die meisten Jüngeren ist es selbstverständlich. Man stolziert lieber durch Webräume, als sich in der realen Natur menschlichen Lebens aufzuhalten. Man schreibt lieber E-mails und chattet statt sich persönlich zu zeigen. Die neue Gesellschaftsordnung zwingt noch die letzte Firma zum Internetauftritt, also zur ständigen Präsenz an einem Hof, dessen Monarch kein Gesicht mehr hat.
    Auch wir entziehen uns diesem geschichtlichen Schauspiel nicht. Auch wir präsentieren uns (entsprechend der aktuellen Mode), benützen die üblichen Internet-Staffagen, kommunizieren, vernetzen uns, promenieren.

    Und doch wird an dieser Betrachtung etwas aufgefallen sein. Eine gewisse Distanz und Ironie. Als ob es ein Spiel sei, ein großes Theaterstück. Aber klingt unsere Rede verzweifelt, wie wir sie bei einem Albert Camus antreffen? Nein. Der Zyniker sieht das Spiel und hält es für sinnlos, der Ironiker sieht darin ein sinnvolles Spiel – und lächelt.

     

  • Gleicher Jahrgang – anderes Vorgehen

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    Es ist ergiebig, den alten Chef von Siemens, Peter Löscher, mit seinem Nachfolger, Joe Kaeser, zu vergleichen. Beide sind Jahrgang 1957. Müssten sie dann kairologisch nicht gleich handeln? Doch heißt es nun, der Neue „krempelt den Technologie-Konzern um und dreht viele Entscheidungen seines Vorgängers Peter Löscher wieder zurück." Wie ist das zu verstehen? Dazu müssen wir tiefer gehen. Löscher hat die alte Einteilung des Siemensweltreichs in viele einzelne Länder aufgehoben und größere Wir-Einheiten gebildet, so weit gemeinsame Grundmentalitäten und Infrastrukturprobleme bestanden. So schuf er auch die Wir-Einheit „Städte und Infrastruktur". All das schien vor Jahren vernünftig, da sie die länderspezifische Korruptionsaffäre lösen half. Löscher glaubte, durch seine große direkte internationale Präsenz die neue Einheit schaffen zu können.
    Kaeser ist ein Eigengewächs von Siemens. Seine Stärke ist die Vertrautheit mit dem inneren Wir des Konzerns und mit den Führungskräften. Er orientiert sich also stärker an der inneren Kommunikation mit den Managern und weniger an Strukturen (wie es auch die Gewerkschaften sind).

    So sind Kaeser und Löscher von ihrem Temperament, ihren Charakterstärken und ihrem Werdegang recht verschieden. Beiden ist aber der polare Resonanzhorizont ihrer zweiten Schichtung zu eigen. Beide bauen auf persönliche Vertraute (die somit innerhalb seiner mehr als eineinhalb Jahre Vorstandsvorsitz natürlich auch ausgetauscht wurden). Beide bauen auf die Stärke, die sich aus dem Ich-Wir-Verhältnis ergibt, suchen (auf unterschiedlichen Ebenen) „den richtigen Ton" zu treffen, um so die maximalen Kräfte bei den Mitarbeitern zu mobilisieren. Die Priorität des großen WIRs bedeutet aber auch, dass Kaeser es „nicht jedem bei Siemens recht machen" könne. In ihrem Kairos-Horizont sind beide sich also viel näher, als dies zunächst den Anschein hat.

     

  • Kairos Reisen - Geschichte völlig neu verstehen

    Warum wurde gerade so gehandelt und nicht anders? Aus welchem Zeit-Geist heraus? Und wie können wir, Jahrhunderte später, es innerlich direkt nach- und miterleben? Wer solche Fragen hat, für den sind unsere Kairos-Reisen genau das Richtige.

    Für uns sind große Kulturen wie Makro-Personen. Ihre großen Kunst- und Bauwerke bilden in höchster Vollkommenheit den vorgegebenen historischen Kairos ab. Die Kairologie kann zeigen, wie die historischen Phasen unseren eigenen Lebensweg spiegeln und uns damit einen ganz neuen Zugang zu uns selbst ermöglichen.

    Konkret wird dies in unseren kleinen (Exkursionen) und großen Kairosreisen.

     

    MainzDom.jpgDer Dom zu Mainz als Abbild unserer Kairos-Lebensphasen

    Halbtages-Exkursion

    Kairologische Domführerin: Anke Bohl, Kairos-Trainerin

     

     

     

     

     

    Chartres.jpgChartres und Versailles

    25. bis 31. August 2019

    Leitung: Dr. Karl Hofmann

    Die Kathedrale von Chartres ist die bedeutsamste und schönste Bischofskirche Frankreichs und des 13. Jahrhunderts. Es ist faszinierend in ihre Geschichte und ihre Weisheit einzutauchen. Für viele Menschen ist Chartres zu einem wichtigen Ort der Kraft und des Segens geworden, der wesentliche Impulse für den eigenen Lebensweg geben kann. 

    Unser Anliegen

    Wir gehen darüber hinaus. Wir wollen den Kairos der Kathedrale und damit auch unseren Kairos tiefer verstehen. Wir werden im Großen auch die Beziehungen unserer Lebensphasen zueinander studieren und dazu einen Tagesausflug in die Schlossanlage von Versailles machen.

    Das Chartres-Kairosseminar soll so für uns alle etwas ganz Besonderes sein. Es geht um die Erweiterung unseres persönlichen und geschichtlichen Horizonts, um das tiefere Erleben und Verstehen des eigenen Weges, um das innere Auftanken und um unsere Gemeinschaft.

     Flyer

     

     

     

  • Kalenderblätter Archiv Vorbemerkungen

    Unsere Kalenderblätter greifen in unregelmäßigen Zeitabständen aktuelle Ereignisse aus Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft auf und interpretieren sie aus einer kairologischen Perspektive. Einige Beispiele aus den vergangenen Jahren können Sie in diesem Archiv einsehen. Möchten Sie über neue Beiträge direkt informiert werden, tragen Sie sich bitte in der Anmeldung zum Newsletter ein.

  • Marina Alt-Nedvidek

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    Webseite: www.sternschnuppen-tv.de 

    Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Tel: 06131-9508959

    Marina Alt-Nedvidek, (Dipl Ing. (FH), BBA, Fiction Producer,)

    Ihr Interesse galt von je her den Menschen, der Art und Weise, wie sie sich austauschen und was sie antreibt. Nachdem sie viele Jahre international tätig war, hat sie sich im Rhein-Main Gebiet niedergelassen. Seit 10 Jahren ist sie selbstständig im Bereich visuelle Kommunikation und Führungskräftecoaching mit Growth River Deutschland. Sie ist eine der ersten zertifizierten Kairostrainerinnen, Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kairologie e.V und Mutter von drei Kindern.
  • Merkel, Schröder und die Flüchtlinge

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    Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise formulierte Angela Merkel ein kollektives Bekenntnis: „Wir schaffen das.“ Interessant ist, wie Gerhard Schröder nach eigener Aussage formuliert hätte : „Wir können das schaffen, wenn wir bereit sind, die Voraussetzungen dafür hinzu bekommen.“

  • Merkels historischer Kairos in Minsk

    Ganz gleich, was man über Angela Merkels Weltanschauungen denkt und was sie aktuell unter dem Strich erreicht haben wird, empfinden viele an ihr etwas bewundernswert: Ihre Unermüdlichkeit (Kann sie wirklich Schlaf speichern wie ein Kamel Wasser?), ihren kaum mehr steigerbaren Einsatz für die Lösung des Ukraineproblems (Sie fliegt in einer Woche rund 20.000 Kilometer). 17 Stunden wird nahezu ohne Pause nur dann verhandelt, wenn jemand da ist, der keinem einen Fluchtweg ermöglicht. Es gab offenbar Stunden, da wollte Poroschenko gehen oder Putin sich darauf zurückziehen, dass leider die Separatisten nicht unterschreiben würden. Aber da war jemand, der auf eine schwer begreifbare Weise all diese Machtpolitiker einbindet. Am Ende macht Merkel sich ganz klein. Kein Jubelruf, sondern die Rede von einem „Hoffnungsschimmer", von Taten, an denen jetzt alles hänge.

    Was hat Merkel getan? Sie hat in eine größere Verantwortung gerufen. Aber stößt sie damit nicht von allen Seiten her auf eine tiefe Skepsis? Warum erbringt sie diesen radikalen Einsatz für etwas, was eigentlich die beiden Kontrahenten unter sich ausmachen müssten? Diese Frage führt uns zu Merkels historischem Kairos.

     

    Für sie liegt diesen konkreten Geschichts- und Machtproblemen eine universalere geistige Einheit zugrunde. Aus ihr folgt eine Art von Verantwortung, die über diesem Kriegsgemetzel steht. Diese wirft sie in die Waagschale. Dafür redet sie mit jedem dieser Mächtigen separat, um den Raum offen zu halten. Sie holt Obama und Hollande mit ins Boot. Sie lässt die europäischen Sanktionen zurückhalten. Sie hat schon längerfristig mit Putin und Poroschenko eine persönliche Vertrautheit aufgebaut. Und nun übt sie eine geistige Macht aus, die keinen direkt und jeden indirekt unter Druck setzt.
    Auch sie weiß nicht, ob all das reicht, um den Schalter von Krieg auf Frieden umzustellen. Aber eines weiß sie: Ihre Kräfte sind hier in einem höheren Maße gefordert, als es persönlich zumutbar ist. Es ist ihr historischer Kairos, der sie fordert. Diese Sinnausrichtung hält sie wach, nicht ihre Kamelverwandtschaft.

    Merkels historischer Kairos: C4c1(4)311-2(1)Cc2(1)
    Tipp zur Vertiefung:

    Bundestagswahl 2013: Merkel und Steinbrück

    AUF DEN KAIROLOGISCHEN SPUREN VON MERKELS ATOMPOLITIK

  • Nach dem Duell. Kairologische Anmerkungen zur US-Wahl

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    In Amerika wählen bekanntlich nicht direkt die Wähler ihren Präsidenten, sondern die „Wahlmänner“. Diese wiederum haben keine Wahl außer ihren Bundestaat zu repräsentieren. Dieser tritt grundsätzlich nach außen als Einheit auf. Wo 51 % einen Kandidaten bevorzugen, gehört der ganze Staat dem Kandidaten.

    Das System ist zwar so erst im 18. Jahrhundert konstruiert worden, geht aber im Kern auf Johannes Calvin zurück.

  • PC und Handy waren gestern. Zum Kairos der „augmented reality“

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    Seltsam, wie wir stets das aktuell Beste auch für das Höchstmögliche halten. Wem ist etwa schon einmal aufgefallen, dass man, um ins Internet zu kommen, irgendein Gerät braucht, das einem Zugang zu Informationen, Bildern, Gesprächen, Musik  verschafft? Wir antworten dann vielleicht: ohne ein solches Gerät geht es doch nicht.

    Gegenfrage: Ist das schon wirklich unserem Geist gemäß? Er ist immer noch in der Lage, ohne alle Hilfsmittel sich Fantasiegeschichten, Gespräche mit sich selbst, Bilder, Musikstücke zu  produzieren. Vollkommen wird unsere Technologie erst sein, wenn ihr das auch gelingt.

  • Reiseziel Hirn

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    Barack Obama hat in seiner zweiten Amtszeit das große Forschungsziel für seine Beziehungs-Generation formuliert. Nach der Weltraumforschung, die einst John F. Kennedy vorantrieb, und der Decodierung des Erbguts im Human Genome-Projekt gehe es nun um die Entschlüsselung des Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Das Projekt heißt sinnig „Brain“ (für: Brain Research Through Advancing Innovative Neurotechnologies). Für den ersten Schritt: 100 Millionen US-Dollar Förderung. Das bestehende Defizit formulierte Obama so:“Wir können Galaxien identifizieren, die Lichtjahre entfernt sind. Wir können Partikel untersuchen, die kleiner sind als ein Atom. Aber wir haben noch nicht die Mysterien der drei Pfund schweren Masse gelüftet, die zwischen unseren Ohren sitzt.“
    Man will also herausfinden, wozu das Gehirn eigentlich gerade so und nicht anders organisiert ist. So gut das Ziel ist, so untauglich sind die Mittel. Es sind die Mittel eines „alten“ Denkens. Als ob sich neurologisch begründen ließe, was der Neurologie vorausgeht: nämlich das System der spezifisch menschlichen Beziehungskräfte, in denen Geist und evolutive Kräfte a priori vereint sind. Unsere Antwort: das Gehirn des Menschen ist – über seine normalen evolutiven Aufgaben hinaus – dafür da, die Welt der menschlichen Beziehungskräfte (Welt 2) in der real wahrnehmbaren Welt (Welt 1) verwirklichen zu können.

  • Richard von Weizsäcker - ein Mann der Offenen Gesellschaft

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    Richard von Weizsäcker, am 31.1.2015 gestorben, ist ein herausragendes Beispiel für das Potenzial, das jenes Generationsfeld enthielt, das die „Offene Gesellschaft" anstrebte. Geboren 1920, gehörte er zur vierten Schichtung. Sein Horizont war die größtmögliche Einheit in der Vielheit eigenständiger, freiheitlicher Bürger. Nicht umsonst erhielt er den bezeichnenden Titel „Bürgerpräsident". Er lebte eine ehrliche, persönliche, an den Tatsachen orientierte Ethik und Politik. Diese persönliche Verantwortung und Würde stellte er über Partei und Verträge. Daher ließ er sich von keinem Lager vereinnahmen, sondern sah sich immer zuerst seiner persönlichen Einsicht und Handlungskraft verpflichtet. Er forderte die Politiker immer wieder dazu auf, ein „Beispiel zu geben" für das offene Miteinander. Diese persönliche Würde und Offenheit fand seinen besten Ausdruck in seinem Schreiben und Reden, das stets geschliffen, edel, feinsinnig und nie verletzend war. In seinem Handeln repräsentierte er das Handeln aller Gutwilligen, betonend, dass es „keine endgültig errungene moralische Vollkommenheit" gebe. In diesem Sinne sprach er am 8. Mai 1985 etwas aus, mit dem er in und außerhalb von Deutschland die größte ihm mögliche Resonanz erzeugte: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung." Ein großartiger Stern am geschichtlichen Himmel des okzidentalen Systems hat seinen historischen Kairos vollendet.

  • Sigmar Gabriel, Pegida und ein historischer Kairos

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    Gabriel hat am 23. Januar eine Diskussionsrunde mt Pegidaanhängern und –gegnern in Dresden besucht. Er sagte in der Diskussion selber nichts, redete aber danach mit den Menschen, die dabei waren. Dass er damit seine Generalsekretärin brüskierte und auch viel Lob von der falschen Seite bekommen würde, hat er sicherlich mit seiner Erfahrung gewusst. Er nahm es in Kauf – warum?
    Kairologisch scheint das ein klassischer historischer Kairosmoment zu sein. Er offenbart, worauf es einem ankommt, was sich bei jemandem zwischen Input und Output abspielt, welche Wertigkeit etwas hat und wo er insgesamt gerade steht. Für fast jeden Politiker lassen sich solche historischen Kairosmomente nachweisen, in denen der Sinnkern deutlich erkennbar aufleuchtet. Man denke z.B. an den Punkt, an dem Helmut Kohl sein Ehrenwort über das Gesetz stellte, an den Abschiedsbrief von Helmut Schmidt für den Fall eines RAF-Kidnappings oder daran, mit welcher Hingabe Angela Merkel alle Regierungschefs der EU auf die Lissaboner Erklärung einschwor. In unterschiedlicher Weise zeigten sie, welcher historische Kairos über ihnen wie ein Bethlehemsstern stand und zu welchem Opfer sie dafür bereit waren, um ihrem Stern bis zum Ende zu folgen.
    Wo steht Gabriels Stern und aus welcher Perspektive schaut er gerade darauf? Für Gabriel ist Politik ein polares Geschehen. Die auffallende Harmonie der großen Koalition wird wesentlich getragen von einer doppelten Führungsspitze der SPD (Gabriel, Steinmeier), die zum historischen Feld der zweiten Schichtung einer Beziehungsgeneration gehört, also zu den Jahrgängen 1955 bis ca. 1961/62. Deren historische Kairosposition lässt sich sehr genau bestimmen. In Gabriel hat seine Ausstrahlung in der aktuellen Kairos-Lebensphase bereits eine große Ganzheit erreicht. In diesem Fall zeigt sie sich in der Kraft und in dem Bedürfnis, direkt (wenn auch nur symbolisch) mit den Menschen (auch der Pegidabewegung) ins Gespräch zu kommen. Die Ganzheit seiner Politik besteht aus den beiden Polen „SPD" (mit all ihren politischen Grundsätzen und all ihrer Parteigeschlossenheit) und „Bürger" (mit all ihren aktuellen Sorgen, Empfindungen, Gedanken). Wie er in der eigenen Partei unterscheidet zwischen der Organisation und den Menschen, so auch bei Pegida. Das Optimum liegt für Gabriel in der Resonanz beider Seiten. In diesem Sinne sah er die Notwendigkeit, ein Zeichen zu setzen.
    Damit konfrontiert Gabriel bewusst die Gesellschaft mit der in ihm ausgereiften Weltanschauung und testet zugleich, wen diese Position anspricht. Ergebnis: Die Funktionäre sind düpiert, 80% der Emails aus dem Volk, die in der Parteizentrale ankommen, sind positiv.

  • Skeptische Kunst: Manierismus

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    Dieser Ausdruck wird gewöhnlich verwendet für Maler, die in der Generation nach den großen Vorbildern Leonardo da Vinci oder Michelangelo gemalt haben.  Diese ist Thema der  aktuellen Ausstellung "Maniera"  im Städel-Museum in Frankfurt am Main.

    Eine kairologische Betrachtung lässt erkennen,

  • Trump als Präsident - eine kairologische Prognose

    „Make America great again.“ Was Trump mit fast 70 motivierte, sich dem Kampf um die Präsidentschaft zu stellen, war, den Traum für künftige Generationen zu sichern, mit dem er (und mit ihm viele Amerikaner) aufgewachsen sind.

  • US-Präsidentschaftskandidaten. Kairologische Anmerkungen

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    Donald Trump (1946) und Hillary Clinton (1947) gehören kairologisch zur vierten und letzten Stufe eines Generationsfeldes, in dem an „Realismus“ geglaubt wird. Ted Cruz (1970) und Marco Rubio (1971), Die inzwischen ihren Wahlkampf aufgegeben haben, gehören zur vierten Schichtung einer sogenannten Beziehungs-Generation.

  • VIER ADVENTSKERZEN - vier Kairosmomente der Menschheit

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    Paris vor einem Jahr.  Kurz vor Weihnachten will jemand im Blumengeschäft einen Adventskranz. Es sei eine neue Mode, so vermerkt ein Korrespondent dazu, sich einen deutschen Adventskranz nach Elsässer Art in die Wohnung zu stellen. Allerdings, wird angemerkt, wüßte kaum jemand,worin genau der Sinn der vier Kerzen bestehe. Bei uns dürfte immerhin noch bekannt sein, dass der Advent der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest dient und die vier Kerzen die vier Adventssonntage bezeichnen. Aber warum vier? Hier gibt das Christentum aus kairologischer Sicht eine tiefgründige Antwort.

    Makrohistorisch symbolisiert der Advent die Sehnsucht und Vorbereitung der Menschheit auf die Vereinigung von Gottheit und Menschheit in der „Fleischwerdung" des Logos in Jesus Christus. Dieser neue und endgültige „Bund" wird in der Gestaltung des AT auf vier Transformationsstufen vorausgebildet.
    Am Anfang steht der Bund mit „Noah" – nach der Sintflut eine neue Einheit der ganzen Menschheit mit Gott. Die zweite Stufe ist der Bund mit „Abraham". Er bezieht sich bereits auf eine bestimmte Generationenkette von Nachkommen. Auf der dritten Stufe steht der Bund mit „Mose". Er realisiert sich über eine gemeinsame, von Gott vorgegebene Vernunfteinheit, versinnbildlicht in den Gesetzestafeln (Torah). Die letzte Stufe ist der Davidsbund. Er verkörpert die Einheit von Jahwe mit einem konkret geschichtlichen Staat „Israel", bezogen auf ein prähistorisches kleines Land und eine nach wie vor existierende Hauptstadt Jerusalem.

  • Von IBM zu Facebook

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    Warum verlor IBM den Softwaremarkt an Microsoft? Warum musste Microsoft Google die Position als führendes Internetunternehmen überlassen? Und warum könnte Google nicht die Kommunikationsmacht vom Facebook brechen?

    Die eigentliche Antwort ist nicht das Produkt von 1000 kausalen Prozessen. Sie ist energetisch. Sie hat mit dem ungeheuren menschlichen Energiesystem zu tun, das schon seit Jahrhunderten seine Kreise zieht. Sie liegt begründet im historischen Kairos. Er bestimmt den möglichen Horizont der menschlichen Energie.

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