• „2015" –KEINE JAHRESZAHL, SONDERN EINE CHIFFRE

    Silvester 2014

    Der schon ältere Kurzfilm "Hoch 10" (Youtube) zeigt etwas Bemerkenswertes: die Perspektive, die wir gegenüber unserer Wirklichkeit gewöhnlich einnehmen, liegt genau zwischen der größt- und kleinstmöglichen. Im Film ist eine kleine Familie bei einem Picknick auf einer Wiese bei Chicago zu sehen – erst aus einem Meter Entfernung, dann aus 10, 100, 1000... bis hin zur Dimension 1024 Genauso werden die immer kleineren Dimensionen bis zur Ebene 10-16 abgebildet.

    Wir wissen, dass auch die Zeit viele Dimensionen hat. Jeder Termin umfasst mindestens fünf von ihnen: Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute. Es hat lange gedauert, ehe all diese Dimensionen entdeckt und geistig erobert waren.

    Wir wissen noch mehr. Genau genommen ist es ein spezifisch abendländisches Bewusstseinsnetz, in das wir nach diesen Mustern jedes Ereignis einordnen. Wir nehmen das nicht so wahr, weil uns  solche Raum- und Zeitbeschreibungen als „objektiv" vorkommen. Natürlich können wir sie nachweisen. Wir übersehen, dass es für unsere Kultur wichtig war, genau mit einer solchen Objektivität zu arbeiten. Jede Kultur aber hat ihre eigene Zeit- und Raumordnung entwickelt. Daher ist die wichtigere Frage: Nach welcher Logik funktioniert eine Kultur, die so und nicht anders wahrnimmt? Was hat dies mit dem Werden jedes Menschen zu tun? Warum haben wir aus den vielen Möglichkeiten, unseren Lebenslauf und den gemeinsamen Weg zu ordnen, gerade diese ausgewählt? Seit wann und wie lange haben diese Dimensionen Bedeutung? Wer oder was also setzt unseren „Objektivitäten" ihre Zeit, ihre Überzeugungskraft, ihren geschichtlichen Raum?

    Wenn wir Silvester 2014 feiern, glauben wir zu wissen, wo wir im Ganzen stehen. Aber sowohl die Angabe „nach Christi Geburt" als auch die Zahl selbst (vgl. H. Illig, Wer hat an der Uhr gedreht?) ist unsicher. Wir pflegen eine Konvention, mehr nicht. Umso mehr stellt sich die Frage: Wo stehen wir wirklich in der Geschichte? Darauf antworten wir gewöhnlich Wir können unsere menschliche Geschichte nur so erkennen, wie sie eben jeweils erkannt wird. Wer heute Goethe analysiert, bringt nichts anderes als seine – natürlich objektivierte – Perspektive. Damit aber sind wir auf diesem Gebiet nicht weiter als das Mittelalter, das glaubte, unsere eigene Erden-Sicht auf den Kosmos sei die einzig mögliche.

    Wer diese Selbstverständlichkeit bedenkt, sieht sogleich, mit welcher Skepsis die Kairologie konfrontiert ist. Denn sie sagt: Wir können objektiv wissen, was der 1. Januar 2015 für jeden im Ganzen bedeutet. „2015" ist eine Chiffre für einen ganz bestimmten „Ort", den jeder von uns in einem menschlichen Kosmos einnimmt. Der „Ort" bezeichnet eine Konstellation schöpferischer Beziehungen, die für jeden den optimalen „Möglichkeitsraum" bestimmen. Er sieht bei jedem naturgemäß etwas anders aus, aber er ist bestimmbar.

    Vielleicht wird man eines Tages einen Film drehen, in dem ein Mensch, der in einem Cafe sitzt, in seinen verschiedenen Kreativzeitdimensionen dargestellt wird. Und die Betrachter werden darüber staunen, dass der menschliche Kosmos mit seinen über 100.000 Jahren, Tausenden von Generationen, Hunderten von Kulturen und Hochkulturen so präzise auf einen 35jährigen Mann zu beziehen ist, der hier und jetzt in einem Cafe sitzt.

    © Dr. Karl Hofmann

     

  • Corona - ein Weckruf? Ein Wort an Coaches und Berater

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    Ein Bekannter sagte kürzlich zu mir: Ich coache und berate mit Erfolg. Ich habe meine Kunden. Ich bin abgesichert. Ich lasse mich nicht irritieren. Auch Corona geht vorüber. Die Börsen werden sich erholen. Ich mache weiter wie bisher.

     Auch wenn viel die Rede ist von Changement oder VUKA und jeden Tag ein neues großartiges Schlagwort in die Welt gesetzt wird: Werden viele nach diesen aufgeregten Tagen nicht einfach weitermachen wollen wie zuvor? Mir sind manche bekannt, die glauben, sie müssten nur die neuen Technologien gebrauchen, die Mitarbeiter an das Neue anpassen, und alles sei gut.

     Wer von uns hat sich schon bewusst gemacht, dass er oder sie üblicherweise mit Methoden und Kompetenzen arbeitet, die aus der Zeit stammen, als es noch keine künstliche Intelligenz, kein Tesla, kein Silicon Valley gab? Wer  ist sich bewusst, wie viel  an Orientierungslosigkeit und gesellschaftlicher Nervosität  unter der Oberfläche da ist,  und was nun auch der  Fall Corona ein Stück weit in den Bereich des Messbaren erhebt.

     Wir stehen  meines Erachtens vor grundsätzlicheren Fragen: Was bleibt uns, wenn die Entwicklung der künstlichen Intelligenz uns der Überlegenheit unserer rationalen Intelligenz beraubt? Was bleibt uns, wenn die Grundlagen unseres Wohlstandes, wesentliche Werte und eine auf Kooperation angelegte Globalisierung, infrage gestellt sind?

    Wir werden erkennen müssen, dass unser Kern weder die rationale noch die emotionale Intelligenz ist, sondern etwas, was sich vielleicht als Kairos Intelligenz benennen lässt. Kairos, griechisch für „der richtige Moment, die bedeutsame Zeit“, steht dafür, dass es im Leben nie bloß darauf ankommt, das Richtige zu tun, sondern auch darauf, es zur rechten Zeit zu tun. Die rechte Zeit aber ist die Zeit, in der wir die größte innere Kraft dafür haben. Ohne diese gibt es keine günstige Gelegenheit. Sie wahrzunehmen und ihr nach Möglichkeit zu entsprechen, das ist Kairos Intelligenz.

    Wir alle erfahren, dass sich diese Kraft verändert. Wir gehen immer wieder anders in Beziehung zu dem, was wir haben oder mit wem wir leben und arbeiten.  Aus dieser Beziehungskraft ergibt sich eine spezifisch menschliche Dynamik, an die auch die künstliche Intelligenz nicht heranreicht

    Die Frage ist: Wie ließe sich mit etwas, das bisher ausschließlich  einer starken Intuition zugänglich  schien, systematisch arbeiten? Gibt es so etwas wie ein Kairos-Navi? Wie sähen Strategien aus, die darauf aufbauen? Könnten wir diese Fragen beantworten, hätten wir eine Antwort auf die wachsende Unsicherheit und auf die Herausforderung der künstlichen Intelligenz. Unsere Beratung wäre wieder auf der Höhe der Zeit.

    Streichen wir den Konjunktiv! Diese Fragen lassen sich beantworten. Das Kairos-Navi existiert. Es lässt sich lernen, wie mit den Beziehungskräften und mit den Kairos-Navi zu arbeiten ist. Schauen Sie sich an, welch großartige Wirkungen damit zu erreichen sind: https://lmy.de/f0OBG.  Wer sich diesem Quantensprung öffnet,  dem werden sich Horizonte eröffnen, die  man bisher  kaum für möglich hielt.

  • Marina Alt-Nedvidek

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    Webseite: www.sternschnuppen-tv.de 

    Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Tel: 06131-9508959

    Marina Alt-Nedvidek, (Dipl Ing. (FH), BBA, Fiction Producer,)

    Ihr Interesse galt von je her den Menschen, der Art und Weise, wie sie sich austauschen und was sie antreibt. Nachdem sie viele Jahre international tätig war, hat sie sich im Rhein-Main Gebiet niedergelassen. Seit 10 Jahren ist sie selbstständig im Bereich visuelle Kommunikation und Führungskräftecoaching mit Growth River Deutschland. Sie ist eine der ersten zertifizierten Kairostrainerinnen, Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kairologie e.V und Mutter von drei Kindern.
  • Maske und Wirklichkeit in Wirtschaft und Politik

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    Wie kann jemand übermenschliche Macht und Anerkennung (in der Form von Millionen Euro oder Dollar) in Anspruch nehmen? Man rechtfertigt sich üblicherweise mit der großen Aufgabe, der sozialen Verpflichtung, der Konkurrenz der Besten. Aber ist das wirklich der Kern, aus dem die Gewissheit kommt, es zu verdienen?

  • Meine literarischen Kairos-Freunde

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    Wer sind Ihre wahren literarischen Freunde in der Geschichte? Erlauben Sie mir mal, mit der kairologischen Tür ins Haus zu fallen. Kurz: Sagen Sie mir, wann Sie geboren sind, und ich sage Ihnen, wer die für Sie wahren Autoren sind.

  • Was begründet die Einheit des Menschen? Von der Genetik zur Kairologie.

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    Was begründet die lebendige Einheit eines Menschen? Hat er einen unverlierbaren Personkern?

    Ja, sagte die Theologie. Jeder Mensch ist Geschöpf, also ein einmaliges schöpferisches Produkt Gottes, das immer an ihn zurück gebunden bleibt. Doch das Modell begründete zu viel kirchliche Abhängigkeit.

  • Was sagen uns Talkshows über den Zeit-Geist?

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    „Offenbar spiegelt die Talkshow den Wandel, den das Selbstbld des Deutschen in den letzten Jahren erfahren hat. Erlebt er sich noch als Bürger, oder sieht er sich inzwischen vor allem als Kunde, Betroffener, Verbraucher, Patient, Versicherter, Klient? Auffallend oft sind es Kunden-, Patienten-, Verbrauchersorgen, die in den Sendungen besprochen werden: Tut mir das gut? Brauche ich das? Der Zuschauer wird, gemäß einem Journalisten-Gemeinplatz, `dort abgeholt, wo er steht`.
    Auf Empathie, auf Mitgefühl über die eigene Schicht hinaus zielen die Sendungen selten ab. Sie sind, pathetisch gesagt, nicht darauf angelegt, dass wir unser Leben ändern. Nimmt man all die Talkshow-Überschriften zusammen, ergeben sie einen Überbegriff: Vertrauensverlust. Um nicht zu sagen: Weltvertrauensverlust. Vor 20, 25 Jahren, so glaube ich mich zu erinnern, war das noch anders. Da wurde in verqualmten Studios der Zustand der Welt besprochen, und mit dem Tabaksqualm schienen Visionen, Pläne, Gegenentwürfe aufzusteigen.“
     
    (Peter Kümmel, Die Volkstherapeuten, in: DIE ZEIT Nr.50 v. 8.12.2011, 17-19, hier 19.)
     
    Wie individuell die gegenwärtig einflussreichen Talkshowmoderatoren auch sein mögen, sie alle wirken für einen aufmerksamen Beobachter von außen wie „Volkstherapeuten“. Ein kollektiver Generationswandel fällt auf.
    ?Wie immer wollen Talkshowmoderatoren, ihre Produktionsteams und Programmdirektoren nichts anderes als  ihrem eigenen Potential am besten zu entsprechen und maximal in Resonanz mit ihrer Zielgruppe zu treten, um erfolgreich zu sein. Warum aber tritt gerade dieses Potential so in den Vordergrund? Warum stoßen gerade diese „Formate“ auf so viel Resonanz? Die Kairologie interessiert sich für die dahinterstehenden Generationsfelder. Wie sieht die Welle aus, auf der man surft? Woher kommt sie? Wie lange hält sie? Wen betrifft sie?

  • Zeitmanagement und Lebensplanung

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    Beherrsche ich die Zeit oder lasse ich mich von der Zeit führen?

    Ihre menschliche Zeit ist weder bestimmt von Uhr und Kalender noch von Biorhythmen und Sternen, sondern von einer eigenen Dynamik.

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