• Bundespräsidentenwahl 2010

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    Am 30. Juni wird der neue Bundespräsident gewählt. Wer von den Kandidaten ist der bessere? Wer ist politischer, moralischer, volkstümlicher? So sind die Fragen des Blätterwaldes. Kairologisch dagegen beschäftigt ihr Maximumfaktor, ihr historischer Kairos. Darunter verstehen wir etwas, was für viele undenkbar ist, weil es dem gängigen Konsens über Geschichte widerspricht. Geschichte ist nicht bloß die Summe des Geschehenen, sondern ihre Realität bildet primär ein geschichtliches Kreativfeld ab, eine Art unsichtbares energetisches Internet, das räumlich und zeitlich geordnet ist.

  • Der Fall von Bischof Mixa - kairologisch betrachtet

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    Gerade in Grenzsituationen kommt zum Vorschein, welchem spezifischen „Feld" von historischer Generation und Schichtung wir unterliegen. Der Fall des Augsburger Bischofs Walter Mixa ist dafür ein erhellendes Beispiel. Es sind manchmal die kleinen Besonderheiten, bei denen viele einfach nur den Kopf schütteln, die das tiefere Handlungsmuster enthüllen. Wie sich diese Felder verändern und sich in der Wirklichkeit spiegeln, ist eben das Thema der Kairologie.

  • Der Internet-Wolf und die sieben Geißlein

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    Elektronik ist männlich, Internet weiblich. Das ist krass formuliert. Gemeint ist eine bestimmte Tendenz. Am PC oder Handy ist eine gewaltlose Kommunikation angesagt. Mit Fäusten oder Lautstärke ist hier nichts zu machen. Das Glück liegt in der Empfänglichkeit für diese Art von Kommunikation. Sie ist leichtfüßig und bringt umso mehr Kontakte, als wir keine Information  vor anderen zurückhalten. Es kommt darauf an, nichts zu wollen, einfach im Austausch zu sein, sich hinzugeben an das Medium.

  • DER KAIROS GRIECHENLAND

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    Was Zeus konnte, kann offenbar sein jüngster Sohn Kairos auch – auf Europa reiten. Der Fall von Griechenland (und bald anderer) beschäftigt uns – wie damit umgehen? Ein existenzielles Problem für die Führungskräfte Europas. Es stellen sich auch grundsätzliche Fragen angesichts der politischen und finanzwirtschaftlichen Fakten. Wie hat dieses WAS mit dem WANN zu tun? In welchem Tempo verändern sich die Möglichkeiten des Denkens und Handelns zum Thema Europa?

  • Die Heilige und der Spielverderber

    Sowohl in den Medien als auch im Bundestag erschienen zwei Tage danach die Rollen klar verteilt. Merkel hatte mit engelsgleicher Geduld, lächelnd und ohne festgelegte Vorstellungen die Sondierungsgespräche geführt. Lindner war der Spielverderber, der wohl immer schon diese teuflische Absicht hatte.

  • Die neue Kairos-Generation. Beobachtungen

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    1 Zahlen sprechen für sich selbst
    Für den Wired-Chefredakteur Chris Anderson werden in einer Welt, in der big data verfügbar ist, kausale Erklärungen überflüssiger. „Wer weiß schon, warum die Leute das tun, was sie tun? Der Punkt ist, dass sie es tun – und wir es nachverfolgen und mit bisher unerreichbarer Genauigkeit messen können. Wenn man genug Daten hat, sprechen die Zahlen für sich selbst." - Eine praktische Umsetzung dieser radikalen Idee ist die Dating-Plattform OkCupid. Ihr Chef sagte: „We're not psychologists, we´re math guys."

    Hier interessiert nur noch die Dynamik der Daten selbst. Es ist die Wirklichkeit, die in sich Muster und Bewegungen enthält. Daten sind Ausdruck eines gewissen Geistes, der ihre eigentliche Mitte ist. Es gibt immer einen Mehrwert, der noch der ernstesten Sache eine Spur „Spiel" hinzufügt. Die junge Generation spielt den Ernst. Sie drückt im Tun aus, was ihr eine Idee gerade bedeutet. Eine Wirklichkeit organisiert sich, löst sich wieder auf (Occupy, Piraten), formt eine neue Welle, vielleicht größer, fester rationaler.

    2 Einheit im Streitsuchen
    Da sind vier junge Studenten in München (Jg. 1987-1989), deren Blog unter dem Slogan steht: „Wir suchen Streit". Sie diskutieren über Tagespolitik, wollen politische Themen neutral darstellen und gleichzeitig Diskussion unter den Lesern anregen. Für sie gehört Politik zum Leben und Denken, aber sie schreiben für Leute, die sich nur über einen Facebook-Post weiterbilden. Auch suchen sie Beiträge aus erster Hand.
    Interessant dabei ist, dass sie den Widerspruch suchen, die unmittelbare Begegnung wollen. Für sie zeigt sich der gemeinsame Geist gerade im Gegensatz, den man aushält, nicht im Konsens, den man sonst braucht.

    Wie all das einordnen? Warum kommt es so und nicht anders? Wie führt die Dynamik weiter? Genügt hier ein intuitives Verstehen oder kausale Erklärungen? Wir glauben, dass uns hier ein kairologisches Verständnis tiefer und weiter führt. Es führt uns zum Generationsfeld dieser jungen Generation, zu ihrer Art von Wahrnehmung, zu ihren Schichtungen, zu den historischen Entsprechungen, zur weiteren Zukunft...

     

  • Elternschaft und Familienplanung

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    Folge ich meinen Vorstellungen oder den Schwingungen des Lebens?

    Altersunterschiede haben Bedeutung. Eltern lieben in jedem Alter ihre Kinder. Wie sie mit ihnen bestmöglich umgehen können, ändert sich jedoch.

  • Facebook ist eine Frau

    Elektronik ist männlich, Internet weiblich. Das ist krass formuliert. Es trifft aber wohl die Tendenz. Am PC oder Handy ist eine gewaltlose Kommunikation angesagt. Mit Fäusten oder Lautstärke ist hier nichts zu machen. Das Glück liegt in der Empfänglichkeit für diese Art von Kommunikation. Sie ist leichtfüßig und bringt umso mehr Kontakte, als wir keine Information für die anderen zurückhalten. Es kommt darauf an, nichts zu wollen, einfach im Austausch zu sein, sich hinzugeben an das Medium.

  • Generationswechsel und Nachfolge

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    Macht der Nachfolger, was ich will, oder lasse ich ihm seinen ureigenen Raum?

    Die Jüngeren sollen das unternehmerische Erbe bewahren? Was aber ist das realistisch Mögliche? Wer passt zu wem? Lernen Sie verstehen, wie es mit den Jüngeren sinnvoll weitergehen kann.

  • Merkel, Schröder und die Flüchtlinge

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    Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise formulierte Angela Merkel ein kollektives Bekenntnis: „Wir schaffen das.“ Interessant ist, wie Gerhard Schröder nach eigener Aussage formuliert hätte : „Wir können das schaffen, wenn wir bereit sind, die Voraussetzungen dafür hinzu bekommen.“

  • Von IBM zu Facebook

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    Warum verlor IBM den Softwaremarkt an Microsoft? Warum musste Microsoft Google die Position als führendes Internetunternehmen überlassen? Und warum könnte Google nicht die Kommunikationsmacht vom Facebook brechen?

    Die eigentliche Antwort ist nicht das Produkt von 1000 kausalen Prozessen. Sie ist energetisch. Sie hat mit dem ungeheuren menschlichen Energiesystem zu tun, das schon seit Jahrhunderten seine Kreise zieht. Sie liegt begründet im historischen Kairos. Er bestimmt den möglichen Horizont der menschlichen Energie.

  • Was sagen uns Talkshows über den Zeit-Geist?

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    „Offenbar spiegelt die Talkshow den Wandel, den das Selbstbld des Deutschen in den letzten Jahren erfahren hat. Erlebt er sich noch als Bürger, oder sieht er sich inzwischen vor allem als Kunde, Betroffener, Verbraucher, Patient, Versicherter, Klient? Auffallend oft sind es Kunden-, Patienten-, Verbrauchersorgen, die in den Sendungen besprochen werden: Tut mir das gut? Brauche ich das? Der Zuschauer wird, gemäß einem Journalisten-Gemeinplatz, `dort abgeholt, wo er steht`.
    Auf Empathie, auf Mitgefühl über die eigene Schicht hinaus zielen die Sendungen selten ab. Sie sind, pathetisch gesagt, nicht darauf angelegt, dass wir unser Leben ändern. Nimmt man all die Talkshow-Überschriften zusammen, ergeben sie einen Überbegriff: Vertrauensverlust. Um nicht zu sagen: Weltvertrauensverlust. Vor 20, 25 Jahren, so glaube ich mich zu erinnern, war das noch anders. Da wurde in verqualmten Studios der Zustand der Welt besprochen, und mit dem Tabaksqualm schienen Visionen, Pläne, Gegenentwürfe aufzusteigen.“
     
    (Peter Kümmel, Die Volkstherapeuten, in: DIE ZEIT Nr.50 v. 8.12.2011, 17-19, hier 19.)
     
    Wie individuell die gegenwärtig einflussreichen Talkshowmoderatoren auch sein mögen, sie alle wirken für einen aufmerksamen Beobachter von außen wie „Volkstherapeuten“. Ein kollektiver Generationswandel fällt auf.
    ?Wie immer wollen Talkshowmoderatoren, ihre Produktionsteams und Programmdirektoren nichts anderes als  ihrem eigenen Potential am besten zu entsprechen und maximal in Resonanz mit ihrer Zielgruppe zu treten, um erfolgreich zu sein. Warum aber tritt gerade dieses Potential so in den Vordergrund? Warum stoßen gerade diese „Formate“ auf so viel Resonanz? Die Kairologie interessiert sich für die dahinterstehenden Generationsfelder. Wie sieht die Welle aus, auf der man surft? Woher kommt sie? Wie lange hält sie? Wen betrifft sie?

  • Zitate

    „Ich halte die Kairologie für eine späte Form moderner „Aufklärung." (Kairos 294)

     

    „Das eigentliche Geheimnis des Menschen ist, dass er strahlen kann. Es gibt unzählige Motive, warum wir lachen, aber nur eines dafür, warum jemand „strahlen" kann: sein schöpferisches Sein." (Kairos 296)

    „´Weltgeschichte´im engeren Sinne ist die Geschichte der Hochkulturen."
    (Oswald Spengler)

    „Seit Jahren predige ich den Historikern, daß es für die Geschichte keinen wichtigeren Begriff gibt als den der Generation."
    (José Ortega y Gasset)

    „Die Prinzipien der Mathematik sind die Prinzipien aller Dinge." (Pythagoras)

     

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