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Warum verlor IBM den Softwaremarkt an Microsoft? Warum musste Microsoft Google die Position als führendes Internetunternehmen überlassen? Und warum könnte Google nicht die Kommunikationsmacht vom Facebook brechen?

Die eigentliche Antwort ist nicht das Produkt von 1000 kausalen Prozessen. Sie ist energetisch. Sie hat mit dem ungeheuren menschlichen Energiesystem zu tun, das schon seit Jahrhunderten seine Kreise zieht. Sie liegt begründet im historischen Kairos. Er bestimmt den möglichen Horizont der menschlichen Energie.

Hier geht es um (gewöhnlich unbewusste) Ideale des Maximums an sinnvoller Leistung. Wie sich dieses Maximum geschichtlich verändert, kann hier nicht genauer erörtert werden. Eine Anekdote aber möge schlaglichtartig den Unterschied verdeutlichen.

Einer der wichtigen Gesprächspartner von Larry Page, dem Google-Gründer, war der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs. Der Börsenliebling Apple konzentrierte sich auf ein paar Produkte. Und Jobs warf Page angeblich öfter vor, er würde mit Google „zu viel Zeug" machen. „Und du machst zu wenig Zeug", gab dann Page zurück. (Die Zeit v. 21.5.2015,22)

Beide gelten auf ihre Weise als genial und erfolgreich. Aber der eine, Jahrgang 1955, konzentrierte sich auf das einmalige universale Gerät, das die ganze vertikale Beziehungswelt in sich vereinen kann. Der andere, Jahrgang 1973, produzierte nahezu unendlich viele Info-Beziehungen und will jetzt auch noch jene technologischen Errungenschaften (siehe Tesla-Auto) mit den Fähigkeiten seiner Suchmaschinen durchdringen, die bisher von „alten" menschlichen Fähigkeiten und technologischem Know-how abhängig zu sein schienen.

Die Art des Horizonts gibt die Größe und Grenze des Wirkungskreises vor. Page, erst in seiner „programmatischen" Lebensphase, wird in den nächsten zehn Jahre noch sehr viel bewegen. Er wird aber keine echte Konkurrenz zum Ansatz von Facebook aufbauen können. Das wäre ihm theoretisch möglich, zieht aber nicht seine Kräfte an, weil es nicht seinem Kairoshorizont entsprechen würde.

Wie verändert sich das menschlich-energetische Potenzial? Das ist die große Frage der Kairologie. Viele glauben an die Bedeutsamkeit Ihres Denkens und Tuns. Entscheidend aber ist ein Wissen um die Hierarchie dieser Bedeutsamkeiten. Diese hängen von einer Reihe kairologischer Faktoren ab. Sie geben das Maß für die reale geschichtliche Entfaltung vor. Sie gehen qualitativ den vielen Statistiken voraus, die unsere Zukunftsforschung und Zeitgeist-Konferenzen bestimmen.

 

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